Subway to Sally

rocken zusammen mit Drescher das Substage in Karlsruhe

 

Donnerstag 26.03.2015

 

Heute habe ich einen Termin im Substage in Karlsruhe.

Ich treffe Subway to Sally zum Interview.

Wie viele von ihnen weiß ich nicht, wen weiß ich auch nicht.

Von daher ist es nicht so einfach für mich die passenden Fragen zurecht zu legen.

Ich kann ja schlecht einen der Sieben fragen wie ihm die Texte für die Lieder einfallen, wenn ich gar nicht mit dem Texter reden werde.

Ach was – einfach locker sein und auf mich zukommen lassen.

Gar nicht so einfach mit dem locker sein.

Mir gehen schon tausende von Fragen durch den Kopf wie :

Wie viele werden es sein ? Wenn es alle sind, wie bekomme ich sie alle ins Bild ? Werden sie gut drauf sein, oder beißen sie mir den Kopf ab und trinken mein Blut?…..ach ne, das war ja der andere von MTV oder so ähnlich.

Um 17:30 habe ich das Interview.
Die Karlsruher Stadtbetriebe kümmert das nicht und die Strassenbahn, scheint alle anderen Stassenbahnen heute einmal vorzulassen.

Ich komme um 17:32 Uhr an und laufe an Menschen in schwarzen Lederkutten vorbei.
Zwei Gedanken schießen mir durch den Kopf.

a) ich mag schwarze Lederkutten und b) Wenn das die Frau sieht die letztens vor dem Kaufhaus in der Innenstadt rumgesprungen und “ Leder ist Mord “ skandiert hat.
Ich beschließe, falls ich mir einmal eine Lederkutte kaufen sollte, dann nur vom Leder nachweißlich an Altersschwäche oder beim Sex gestorbener Rinder.
Damit sollten alle glücklich sein.

Ich klingle an der Nebentür und tue kund, dass ich erschienen bin.

Die sehr nette Tourmanagerin Manu kommt und fragt mich ob ich ich bin.
Da ich, ich bin, bejahe ich die Frage und sie geleitet mich nach oben.

Unterwegs erzählt sie mir, dass sie noch nicht genau weiß, wer zum Interview kommen wird, da einige ziemlich von der Grippe erwischt worden sind.

Es wird Simon Michael, der Schlagzeuger der Band sein.

Nun bin ich doch ein ganz kleines bisschen nervös.
Immerhin haben wir früher….also Anno 1995 angefangen Subway to Sally zu hören.
In manch dunkler Nacht, sang es mehrstimmig durch unser Auto:“ Ein fliegendes Wesen von zarter Gestalt….“

Und nun sollte ich sollte ich sie tatsächlich treffen. Live und in Farbe.

Simon Michael betritt den Raum, wir setzen uns und das Interview kann beginnen:

Nach dem Interview, packe ich meine Sachen zusammen und fahre noch mal in die Stadt eine Kleinigkeit essen. Die Band muss sich ja auch vorbereiten. Und wenn es einigen von ihnen sowieso nicht so gut geht, will man auch nicht stören.

Gegen 19:30 Uhr bin ich wieder zurück am Substage und hole am Eingang meinen Foto-pass ab.
Zuerst gibt mir der Kassenmann, einen Pass auf dem Foto, Afershowparty und Backstage offen sind.
Ich frage ihn ob das so richtig ist und er sagt “ Oh, das hat man vergessen durchzustreichen “
In diesem Moment kommt Homer Simpson in meinen Kopf und sagt “ Nein ! “
Der Kassenmann lacht.
Mist – ich bin einfach eine zu ehrliche Haut.

Nun habe ich eine Foto-pass bei dem alles außer “ Foto “ durchgestrichen ist.

Egal. Backstage war ich schon und die Aftershowparty später wird für alle zugänglich sein, was ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß.
In der nächsten halben Stunde, lerne ich die netten Mädels vom Subway to Sally Fanclub “ Das schwarze Meer “ kennen und sie gibt mir eine Clubzeitschrift, die sehr gut und professionell gemacht ist.

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Hinter ihr hängen T-Shirts mit der Aufschrift “ Drescher “
Ich bin verwirrt und denke “ Naja vielleicht heißt die neue Single so.

Dann erkunde ich das Substage.

Immer mehr Menschen strömen hinein und es wird langsam richtig voll.

Ich beschließe mich schon einmal nach vorne zur Bühne zu begeben, bevor ich mit meiner Ausrüstung nicht mehr durch die Menge passe.

Im Graben, treffe ich eine Fotografen, den ich bereits schon einmal bei einem meiner früheren Events getroffen habe.
Von ihm erfahre ich, dass “ Drescher “ die Vorgruppe von Subway to Sally sind.
Ah – schon wieder etwas klüger.

Von Manu habe ich nach dem Interview erfahren, dass die Leute mit Fotopass die jeweils ersten 3 Lieder aus dem Graben fotografieren dürfen und danach beliebig aus dem Zuschauerraum.
Der Graben ist der Bereich, zwischen der Bühne und der Absperrung, hinter der die Fans stehen.
Nur die ersten 3 Lieder deshalb, damit nicht während dem ganzen Konzert Fotografen den Fans die Sicht versperren.
Ich finde 3 Lieder sehr fair und bin zufrieden.

Die Bühne ist für “ Drescher “ dekoriert und um 20 Uhr betreten die Jungs die Bühne und rocken das Substage in Grund und Boden.
Ich schieße viele viele Bilder, um euch das Spektakel zumindest visuell näher bringen zu können:


Später treffe ich die Jungs von “ Drescher “ auch noch auf der Aftershow Party und die sind ja sowas von nett !
Wen man sie auf der Bühne sieht denkt man “ uiuiui „, sieht man sie dann abseits der Bühne, würde man sie kaum erkennen.
Ich habe auch Bilder von ihnen bei der Party gemacht. seht selbst den Unterschied :

Der Leadsänger Bernd Wograndl. Auf der Bühne ein Tier, aber privat sehr sehr nett. Es ist auch ein Suchbild, denn irgendwo auf diesem Bild hat sich unauffällig Ingo Hampf von Subway to Sally versteckt 😉

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Gut – den hätte man noch erkennen können, aber den Gitarristen Gernot Engel hätte ich im Leben nicht in Zivil erkannt. Hättet ihr gedacht, dass dieser Mann Steuerberater ist ? Genauer gesagt zitiere ich mal von der Seite seiner Firma PWT “ Jahrelang Lehrbeauftragter für Steuerrecht für Wirtschaftspädagogen an der Wirtschaftsuniversität Wien „. Der Mann hat einen Magister !

Ich liebe solche Geschichten, weil sie einem immer wieder zeigen, dass man ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen sollte.

Er kommt auf der Bühne so derb und martialisch rüber und ist privat so ein netter und kluger Kerl.

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Beim Akkordeonspieler Filip Rado ging es dann wieder:

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Die Band komplettieren Roland Engel am Bass und  Sigi Meier am Schlagzeug, der an diesem Abend immer irgendwie aussah als wölle er einen fressen.

Mit den beiden habe ich keine Bilder zusammen gemacht, da ich sie schlicht und ergreifend nicht erkannt hatte.

Das mag daran liegen, dass Hansi Lang meistens das Schlagzeug vor der Nase hatte und im hinteren Bereich der Bühne trommelte.

Mit Müh und Not, habe ich beim Konzert ein Bild von ihm machen können, dass ganz ordentlich geworden ist.

Bei Roland Engel war das Problem, dass er auf der Bühne meistens die Haare im Gesicht hatte und ich ihn auf der Aftershowparty absolut nicht zuordnen konnte.

Aber nun weiß ich ja wie die Jungs alle abseits der Bühne aussehen und sollte ich sie noch einmal treffen, werde ich versuchen auch mit den beiden anderen ein Bild zu machen. Ich möchte ja nicht, dass sich jemand ausgegrenzt fühlt.

Das Publikum war auf jeden Fall von der Band begeistert.

Später auf der Party, habe ich mich noch ein wenig mit den Jungs von Drescher unterhalten, und erfahren, dass auch Sie von dem Karlsruher Publikum sehr begeistert waren.
Sie hatten nicht erwartet, dass die Zuschauer ein paar Jungs aus Österreich, die sie vorher vermutlich noch gar nicht kannten, so gefeiert haben.
Ja – das Publikum war richtig toll.

Von meinem Platz, neben der Bühne, hatte ich einen guten Überblick über den Saal und ich habe gesehen wie die Menschenmassen mitgegangen sind und Party gemacht haben.

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Um 20:45 sind Drescher fertig und die Bühnenarbeiter machen sich eilig daran die Bühne für Subway to Sally umzudekorieren.

Gegen 21 Uhr, kann es dann weitergehen.
In rotes Licht getaucht, betreten die 6 Jungs und Frau Schmitt die Bühne.
Frenetischer Applaus brandet auf und Subway to Sally legen los.

An diesem Abend, werden sie in 2 Stunden, 19 Lieder spielen und 4 Lieder als Zugabe geben.
Trotz Grippe geben Frau Schmitt und Bodenski alles.

Verständlicherweise, werden die beiden später nicht auf der Aftershow Party zu finden sein, sondern erholen sich.
Auch Eric Fish scheint angeschlagen zu sein.
Die Zuschauer merken davon nichts.

Folgende Lieder werden gespielt:

1. Warte, Warte

2. Schwarze Seide

3. Feuerland

4. Wenn Engel hassen

5. Mitgift

6. Traum vom Tod

7. Unterm Galgen

8. Grausame Schwester

9. Ellen Schmitt

10. Für immer

11. Weidengarten

12. Seemannslied

13. Minne

14. Das schwarze Meer

15. Kleid aus Rosen

16. Falscher Heiland

17. Besser du rennst

18. Tanz auf dem Vulkan

19. Veitstanz

Nun sollte eigentlich Schluss sein, doch die Menge skandiert: “ Blut Blut, Räuber saufen Blut…“ aus den Lied Julia & die Räuber.

Diese Rufe sind die Subway to Sally Version von “ Zugabe Zugabe “

Also geht es weiter:

20. Ad Mortem Festinamus

21. Henkersbraut

22. Sieben

So – nun soll aber allem Anschein nach wirklich Schluss sein.

Wieder fangen die Fans mit “ Blut, Blut…“ an und hören nicht auf, bis Subway to Sally eine weitere Zugabe geben und in der Tat des Volkes Rufe erhören.

Denn das letzte Lied des Abends ist:

23. Julia & die Räuber.

 

Ich habe viele Bilder von Konzert gemacht um euch auch ohne Musik einen möglichst guten Eindruck dieses tollen Abends bieten zu können:

Nach dem Konzert, kommen noch alle Mitglieder von Subway to Sally, bis auf Frau Schmitt, welche die Grippe ziemlich erwischt hat, in die Halle und die verbliebenen Fans können Bilder mit ihnen machen.

5 von ihnen erwische ich direkt in der Halle, einen danach auf der Aftershow Party.

Die Aftershowparty findet im CLUTeum  in Karlsruhe statt.

Etwa 15 Minuten nachdem ich dort angekommen bin, treffen Eric Fish, Simon Levko, Simon Michael und Ingo Hampf von Subway to Sally und die komplette Bandbesetzung von Drescher ein.

Da es der DJ an diesem Abend mit der Nebelmaschine und der Lautstärke der Musik sehr gut meint, halten wir uns die meiste Zeit im Raucherraum auf, da man dort trotz Zigarettenqualms deutlich mehr sieht und sich unterhalten kann.

Als einziger Nichtraucher in einem Raucherzimmer voller Raucher ist es schon heftig und als ich später nach Hause komme, rieche ich als ob ich in einem Aschenbecher gebadet hätte, aber es hat sich gelohnt.

Stinken für die Freundschaft und für nette und informative Gespräche.

 

Mein Fazit des Abends:

Ich habe eine Menge netter Menschen kennengelernt.

Nach einem wirklich tollen und langen Konzert, war es besonders schön, die Jungs der beiden Bands auch einmal abseits der Bühne kennen zu lernen.

Auch die nähe zu den Fans hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Ich muss immer wieder feststellen, dass bei Musikrichtungen die nicht so massiv gehyped werden, eine ganz andere Fantreue und Fanverbundenheit vorherrscht.

Da sind den Musikern ihre Fans noch wichtig und sie pflegen den Kontakt ohne Berührungsängste.

Auch die Sozialkompetenz der anwesenden Fans fand ich toll.

Soweit ich es mitbekommen habe, gab es kein einziges Mal Ärger, weil jemand zu viel getrunken und dann Streit gesucht hätte.

Alle haben zusammen gefeiert und Spaß gehabt. So soll das sein.

Ein Highlight für mich, waren auch ein Mann und eine Frau, vermutlich ein Ehepaar, die sicher an die 70 Jahre alt gewesen sein mögen, aber getanzt haben als wären sie maximal 40.

Einfach schön, wie Musik Menschen eines jeden Alters verbinden kann und es auch noch Menschen gibt, die sich nicht aus der falschen Annahme sie seien dafür zu alt, etwas versagen dass ihnen Spaß macht.

Mein ganz besonderer Dank gilt wie immer den Menschen im Hintergrund, die dafür gesorgt haben, dass dieses Konzert so schön abgelaufen ist.

Die Roadies und Bühnenarbeiter, die Security, die Dame von der Technik, die Tourleiterin Manu, die Menschen hinter der Theke im Substage und am Einlass.

Ebenfalls ein ganz besonderes Danke an Sandra von der Agentur 😉

 

So. Da ihr nun nach meinem Bericht sicherlich den unwiderstehlichen Drang verspürt euch die Musik zu den Bildern anzuhören, werde ich euer Leid lindern indem ich euch den Weg zum käuflichen Erwerb derselben weise:

Zunächst die Band Drescher mit ihrer aktuellen CD:

Erntezeit

Und nun Subway to Sally :

Subway to Sally: Mitgift

Subway to Sally: Schwarz in Schwarz

Subway to Sally: Mitgift

Subway to Sally: Best of „Kleid aus Rosen“

Subway to Sally: Herzblut/Engelskrieger

Subway to Sally: Foppt Den Dämon

Subway to Sally: Nord Nord Ost

Subway to Sally: Bastard

Subway to Sally: Hochzeit

Subway to Sally: Album 1994

Subway to Sally: Sieben

Subway to Sally: 1995

Subway to Sally: Schrei

und noch viele CD´s mehr, Doppel CD´s etc.

Es gibt aber auch diverse DVD´s. Da hat man was fürs Auge und fürs Ohr, also doppelt gut:

Subway to Sally – Live [2 DVDs]

Subway to Sally: Schlachthof-Bastard Tour Live CD+DVD

Subway to Sally: Nackt (CD + DVD)

Subway To Sally – Nackt (DVD + CD) [Limited Edition]

Subway To Sally – Schlachthof (+ Audio-CD) [Limited Edition] [2 DVDs]

 

Abschließend noch die Websites der beiden Bands. Dort findet ihr Tourdaten und diverse andere Informationen:

Drescher: http://www.diedrescher.com/

Subway to Sally: http://www.subwaytosally.com/

Und hier geht es zum Subway to Sally Fanclub “ Das schwarze Meer “ : http://goo.gl/sm3OpV