So-e Affetheater

 

02.04.2016

Ein neues, altes Stück steht heute bei der Badisch Bühn an.

Neu, weil ich es bis jetzt noch nicht gesehen habe und alt, da es im Moment das älteste Stück im Programm ist, welches seit 2003 gespielt wird und in dieser Zeit 3 Evas verschlissen hat.

An der Kasse treffe ich Frau Munz, die mich freudig mit den Worten: “ Na – wieder zum Schnitzel essen hier ? “ begrüßt.

Sie sollte recht behalten.

Die Lammkeule mit Zucchini-Tomatengemüse und Rosmarinkartoffeln, liest sich zwar sehr appetitlich, da ich allerdings erst an Ostern Lamm hatte und ich mein Erbe nicht mit leichtfertigen Aussagen meiner Mutter gegenüber wie: “ Also das war mal ein Lamm bei der Badisch Bühn, hab gar nicht gewusst dass Lamm so schmecken kann – Hammer !“ gefährden möchte, entscheide ich mich doch lieber wieder ins Schnitzel zu beißen.

Nein – zur Ehrenrettung meiner Mutter sei gesagt, dass ihr Lamm an Ostern wirklich sehr gut war, was dieses Foto hier zumindest optisch beweist:

Mutterlamm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommen wir nun aber wieder zu meinem panierten Schnitzel.

Es hat wieder gut geschmeckt, trotzdem muss ich ein wenig Kritik anbringen.

Das Schnitzel selbst war sehr gut, auch wenn insgesamt am Essen zu viel Salz war.

Als Ursprung der Rahmsauce vermute ich eine Tüte, da sie viel zu intensiv im Geschmack war und man daher das Gefühl hatte der Geschmacksverstärker würde einen geradezu anspringen. Das könnte aber auch vom vielen Salz kommen, ich möchte da nichts unterstellen.

Die Pommes waren insgesamt zu hart und knusprig geraten.

Am Salat hingegen war nichts auszusetzen.

Man muss dazu sagen, dass es das erste mal ist, dass ich etwas am Essen zu bemängeln habe und schließlich kann jeder mal einen schlechten Tag haben.

Wie gesagt – Schnitzel und Salat haben gepasst, an Rahmsoße und Pommes kann man noch ein wenig drehen.

 

Jessica, meine Stammbedienung kommt vorbei, stößt an den Tisch, ergreift den Temperaturregler der Heizung hinter mit und spricht Worte, die im allgemeinen Gemurmel der Menschenmassen fast untergeht,

Was genau hat sie gesagt ?

Mein Gehirn hat nun die Wahl zwischen zwei möglichen Aussagen.

a) “ Heizung aus “

b) “ Heiß – zu Haus “

Aufgrund ihrer Hand an der Heizung, tendiere ich eher zu Antwort a), was mir das Herz bricht.

Ich weine stumm in meine Cola und träume davon ein Heizkörper zu sein.

 

Plötzlich wird es dunkel um mich.

Meine erste Vermutung, ich seie aufgrund der Tatsache keine Wärmequelle mit Regler zu sein in eine tiefe Depression gefallen und Dunkelheit umfinge mein trauernd Herz, stellt sich als Fehleinschätzung heraus.

Es ist nur Jürgen Hörner der Im Zwielicht, Handynutzern mit Mord droht.

Glück gehabt.

Nachdem der wild wüste Hasardeur der Mundarttheaters wieder hinter dem Bühnenvorhang verschwunden ist und sich jener, kurze Zeit darauf hebt, beginnt ein Abend voller Erotik, leichter Mädchen, nackter Männerkörper, junggebliebener Frauen und Reizwäsche mit Loch.

Aber beginnen wir am Anfang.

Der Flyer bewirbt das heutige Bühnenstück mit folgenden Worten:

Der schlitzohrige Alfons hat ein Auge auf die neue und sehr attraktive Kellnerin seiner Stammkneipe geworfen.

Mit seinem Kumpel Heinz klügelt er einen raffinierten Plan aus, um das „Objekt seiner Begierde“ endlich zu „besitzen“.

Allerdings hat er dabei nicht mit der Pfarrersköchin gerechnet, einer Art Gemeindeblatt auf zwei Beinen.

Diese erfährt von Alfons unsittlichem Vorhaben und weiht dessen Frau Agnes umgehend ein.

Die fackelt nicht lange und holt mit Schwester Hilde und Töchterchen Eva zum Gegenschlag aus…

 

Anmerkung:

Die Bildunterschriften in diesem Bericht, entsprechen nicht immer den Tatsachen.

Auch der Bericht selbst ist an manchen Stellen meinem subjektiven Empfinden nach angepasst.

Wenn sie wissen willen, wie alles tatsächlich zu 100 % richtig war, werden sie nicht umhinkommen, das Stück selbst zu besuchen.

 

Nun aber zum Stück:

Gleich in der ersten Szene, bahnt sich die geballte Erotik ihren Weg, in Form des von Jürgen Hörner gespielten Alfons, welcher im Nachthemd mit Zipfelmütze und Nachttopf bewaffnet die Bühne betritt und sich mit seiner Ehefrau Agnes (gespielt von Andrea Rihm) und deren Schwester Hilde (gespielt von Gaby Heckenhauer) auseinandersetzen muss.

Gerne würde er Letztere loswerden und heckt mit seinem Freund Heinz (gespielt von Uwe Kaucher) einen Plan aus um Sie an den Mann und somit aus dem Haus zu bringen.

Gemeinsam in oraler Alkoholverklappung befindlich besprechen die Beiden, wie sie es anstellen wollen, die neue Kellnerin der Stammkneipe (gespielt von Niemandem, da man Sie nie sieht) für ein geplantes Theaterstück zu besetzen.

Und nun geht heute zum dritten Mal, nach Frau Munz und Jessica, die Sonne auf.

Denn Eva (gespielt von Natalie Hill) schwebt elfengleich auf die Bühne…na ja…eigentlich punkrockt sie mit einer Tüte Chips bewaffnet auf die Bühne und fläzt sich mampfend auf die Couch.

Ich glaub ich bin verliebt. Schon wieder. Das hört heute irgendwie gar nicht mehr auf.

Doch da naht bereits das Übel in Gestalt von Hans, der Dieses bereits im Namen trägt.

Hans Grundübel (gespielt von Oliver Meergraf) – dieser Schuft. Latin Lover in langen Unterhosen.

Er tut als könne er kein Wässerchen trüben, aber ich weiß – er will die liebreizende, violetthaarige, in zerissenen Hosen steckende, couchkrümelnde Punkrockelfe Eva ins Heu verschleppen.

Als Zuckerhäsle getarnt versprüht er den Lockstoff der hilflosen, kleinen, männlichen Jungfrau die noch bei Mami lebt.

Dagegen ist selbst die normalerweise streng katholisch lebende, züchtige, unbefleckte Eva machtlos und wirft sich ihm wiederwillig an den Hals.

Nie ist eine kalte Dusche da, wenn man sie braucht.

In einem Gefühl, ungestillter Sehnsucht, lodernder Eifersucht und voll brennenden Verlangens, möchte ich der Pfaffersköchin und Mitglied des Sittlichkeitsvereins (gespielt von Monika Kerpe), die nun die Bühne betritt, zurufen: “ Da steht das Übel – die männliche Schlange in schlabberigen Hosen. Rette die Eva – Weib.“

Doch Diese wendet sich lieber Agnes und ihrer Schwester Hilde zu und erzählt brühwarm und doppelt im Abgang, von den Plänen Alfonsens.

Gemeinsam beschließen sie sich selbst, getarnt, zum Theatercasting zu begeben.

 

In Akt 2 erblicken wir Alfons inzwischen vorteilhafter gewandet.

Heinz bekommt von Alfons den Auftrag, Hilde mit Schnaps gefügig und willig zu machen, falls ein Interessent auf die Heiratsanzeige hin, kommen sollte.

Indes ist auch die tapfere Eva voll und ganz ihrem Zuckerhäsle verfallen.

Mit einem erotischen Schaltanz bringt sie ihre Säfte ins wallen.

Als das studentische Grundübel dann schließlich vor der Türe steht, eröffnet Eva ihm ihre Idee eines Umstylings seinerseits.

Er findet diese Idee offensichtlich umwerfend.

Es klingelt an der Tür und der Gebrauchtwarenhändler Franz (gespielt von Herbert Setz) tritt ein.

Er meldet sich wegen der Anzeige zur Veräußerung einer Kuh, die Alfons zusammen mit der Heiratsanzeige für seines Eheweibes Schwester Hilde aufgegeben hatte.

Beide Männer verhandeln nun den Preis für den geplanten Nutzvieherwerb, wobei jeder eine andere Kuh im Kopf hat.

Die Tatsache, dass wohl beide Milch geben und ein gutes Gesäuge ihr eigen nennen macht die Unterscheidung hier nicht unbedingt einfacher.

Im Dorf geht Diebesvolk um und Heinz, der eintrifft, als der Gebrauchtwarenhändler Franz auf seine Kuh wartet, zieht zu erst die Augenbrauen hoch und dann die falschen Schlüsse.

Wild entschlossen diesem Treiben ein Ende zu setzen,ergreift er zunächst den Nachttopf und dann die Initiative.

Nun erscheint auch noch die mutmaßliche Komplizin des schändlichen Räubers und Heinz lässt erneut den Nachttopf des Rechtschaffenen auf den Molli der in Ziel genommenen heruntersauen.

Schon naht Heinzens nächste Aufgabe, die Hilde.

Nachdem er die beiden vermeintlichen Einbrecher fachkundig entsorgt hat, macht er sich daran diese Aufgabe zu erfüllen und riskiert dabei Leib und Libido

Während die beiden eng umschlungen auf der Couch den Liebestanz der alten Menschen vollführen, bricht sich die Jugend in Gestalt der liebreizenden Eva und des üblen Hans ihre Bahn durch die Tür.

Eva ist sich mit sich selbst darüber einig, dass Hansens Beinkleid einer gemeinsamen Zukunft eher abträglich wäre.

Es offenbart sich ein in Baumwolle gegossener Liebestöter, welcher bislang von einer Bundfaltenhose in trendigem Seniorbeige verborgen wurde.

Eva reißt ihrem Zuckerhäsle im wahrsten Sinne des Wortes nun die Hose vom Leibe und wendet sich ab.

Als wäre das Übel in Unterhosen noch nicht genug, wird Sie nun dem in wilder Wollust versunkenen Pärchen gehobenen Alters gewahr, welches erschrocken und ertappt, spontan den aufrechten Gang wieder erlernt.

Als Schweigegeld wird ein Austausch der Hosen beschlossen.

Wer nun denkt, dass das Grauen auf seinem Zenit angekommen sei, hat die Unterhosen des Heinz noch nicht gesehen.

Sie atmungsaktiv zu nennen, wäre eine Untertreibung.

Nach dem Hosentausch weihen Anges und Hilde, Eva in ihren Plan ein zum Casting zu gehen und ihre Männer, verkleidet zu überraschen.

Diese sind sehr angetan davon, dass anstatt der erwarteten Bedienung, nun gleich drei Frauen kommen.

Als die Frauen beginnen, der „Jury“ etwas vorzutanzen, beginnen die Säfte zu wallen.

Doch der Inhalt ist nicht immer das was die Verpackung verspricht.

Eva und Hilde enthüllen, was bisher verborgen und geleiten ihre männlichen Opfer in die Scheune – ins Heu.

Manchem ist dabei zum Heu-len.

Agnes jedoch hat sich etwas besonderes für ihren Mann einfallen lassen.

Ein heißer Liebestanz im Rotlicht, geht der bitteren Erkenntnis und dem daraus resultierenden Todeswunsch voraus.

Die nun folgenden Bilder sind der Szenerie angemessen schummerig, bewegungsintensiv und künstlerisch verfremdet.

Damit Endet Akt 2 in Heu und Agonie.

Noch völlig von der hemmungslosen Erotik und den Bildern in meinem Kopf, die junge und alte Menschen im Heu brummhummeld zeigen benebelt, sehe ich die Bedienung Jessica auf mich zukommen.

Sie fragt mich ob ich etwas Süßes will.

Hört dieser Wahnsinn denn niemals auf ?

Im Endeffekt einigen wir uns auf ein Eis – ohne Heu.

Als Sie mir mein Mango, Heidelbeer Sorbet mit Joghurteis bringt, hat sie deutlich haarigere Arme und ist ein Mann.

Das Eis ist jedoch gewohnt lecker und so kann Akt 3 kommen.

 

Nach der Pause betritt zunächst Hans die Bühne und wir können nur erahnen, was ihm die wollüstige, enthemmte Eva angetan hat.

Er überlegt fieberhaft, was er machen könnte um seiner Eva näher zu kommen und verschwindet dann wieder

Auch Heinz ist es nicht besser ergangen und er schleicht gramgebeugt und misshandelt ins Haus.

Alfons jedoch hat es am schwersten erwischt. Er wurde in die Sklaverei verbannt und muss von nun an seiner Agnes zu Diensten sein.

Gemeinsam mit Heinz beweinen sie ihr Schicksal.

Da betritt Hilde den Raum. Heinz und Alfons erkennen Sie zunächst nicht wieder, da sie sich ziemlich herausgeputzt hat.

In Heinz reift zuerst die Erkenntnis, bei Alfons dauert es einige Zeit länger bis diese auf ihn niederkommt wie der Hammer Zeus.

Nun wissen wir, was Hans an sich verändert hat um Eva zu gefallen. Er wird zum Punker.

Eva indes hatte auch die Idee ihrem Hans besser zu gefallen und mimt nun das züchtige Fräulein.

Och Menno – ich wünsche mir die wilde Eva zurück.

Der Leibeigene im Unterhemd trifft auf seine neue Gebieterin und wird des runderneuerten Hans gewahr.

Keinesfalls soll die runderneuerte Tochter in die Fänge dieses Regegenbogenhaarträgers fallen. (Das sag ich doch schon seit Beginn dieses Berichts – Rettet Eva !)

Doch da ergreift die gestrenge Ehefrau das Wort und Alfons pariert.

Nun bleibt eigentlich nur noch die vermeintlichen Einbrecher aus ihrem Kerker zu befreien.

Leider sind diese inzwischen aber zu einer homogenen Masse verschmolzen.

Diese Masse wird nun fachgerecht in den Wohnraum verbracht und mit dem badischen Zauberwort „umsonschd“  gelöst.

Pfarrersköchin und Gebrauchtwarenhändler sind von der körperlichen Nähe zu einander sichtlich entzückt und es folgt die reinste Christenverfolgung.

Zum Schluss gibt Heinz noch ein Gedicht für Alfons zum Besten.

Danach fällt der Vorhang und das Publikum ist begeistert.

Alle kommen noch einmal nach vorne und verbeugen sich.

Ein rundum gelungener Abend neigt sich dem Ende.

Nach den letzten Bildern, mein Fazit.

Mein Fazit:

Dieses Stück war einfach hervorragend.

Kein Wunder, dass es bereits seit 2003 gespielt wird.

Leider ist dieser Monat, der letzte in dem man es noch sehen kann. Danach wird es nur noch auf Bestellung gespielt.

Ich würde mich freuen, wenn man sich doch noch dazu entscheidet es im Programm zu belassen und lieber ein anders, schwächeres Stück herausnimmt.

Kommen wir zu den Einzelbewertungen.

 

Jürgen Hörner als Alfons 

Wie von ihm gewohnt ein sehr gelungenes, ausdrucksstarkes und kraftvolles Spiel.

Man merkt, dass er Herz und Seele des Stücks ist.

Eine echte Rampensau im positiven Sinne.

 

Oliver Meergraf als Hans Grundübel

Extrem viel Ausdruck, Geschwindigkeit, Lebhaftigkeit und Power zeigt Oliver Meergraf in dieser Rolle.

Manches mal hatte ich ein wenig Angst um ihn, da man sich bei einem so lebhaften Spiel auch mal vertreten kann.

Alleine schon bei seinen Abgängen, hätte sich manch anderer wohl auf die Nase gelegt.

Er spielt immer am Limit, und hauchdünn am Overacting.

Ich schreibe es einmal seiner schauspielerischen Qualität zu, dass er diese Grenze bisher jedoch noch in keinem Stück das ich gesehen habe überschritten hat.

 

Natalie Hill als Eva

Liebreizend, kraftvoll und energiegeladen ist ihr Spiel.

Dabei zeigt sie sich in diesem Stück sehr wandelbar.

Vom rebellischen Teenager im Punkerlook, über den männerfressenden Vamp bis hin zur züchtigen Vorzeigetochter – sie bringt alles glaubhaft rüber.

Am ausdrucksstärksten aber war sie als Teenagerpunk. Im späteren Verlauf des Stücks hat mir diese Figur richtiggehend gefehlt.

 

Uwe Kaucher als Heinz

Das erste Mal, dass ich ihn bei der badisch Bühn in einer Rolle gesehen habe und gleich hat er mich überzeugt.

Er harmonierte wunderbar mit Jürgen Hörner und seine Couchszene mit Gaby Heckenhauer hat mich sehr erheitert.

Ich hoffe ihn künftig öfters mal in den Stücken sehen zu dürfen.

 

Gaby Heckenhauer als Hilde

Diese mal spielte Gaby Heckenhauer einen eher ruhigeren Charakter, weshalb sie oftmals im Geschehen ein wenig unterging.

Hauptsächlich bleibt mir die wirklich starke Szene mit Uwe Kaucher auf der Couch in Erinnerung.

Wer der Meinung ist, dass Damen fortgeschrittenen Alters einen Mann nicht mehr verführen könnten, dem sei diese Szene wärmstens an die Hose…ähm ans Herz gelegt.

Es ist speziell bei den etwas schwächeren Charakteren einen Stückes immer eine besondere Leistung, diese trotzdem überzeugend zu spielen und das hat Gaby Heckenhauer auf jeden Fall geschafft.

 

Monika Kerpe als Pfarrersköchin

Ich hoffe mal sie fasst es nicht als Beleidigung auf, wenn ich sage: Diese Rolle ist ihr auf den Leib geschrieben.

Monika Kerpe hat ja bereits in “ Tulwezwiwwle gewwe Schnupfe“ eine überzeugende Leistung in einer sehr präsenten Rollen gezeigt, aber in der Nebenrolle als Pfarrersköchin fand ich sie noch etwas stärker.

Sie bringt diese nervige Quasselstrippe einfach so wunderbar herüber, dass man auf die Bühne springen und sie selbst in den Schrank sperren möchte.

 

Herbet Setz als Gebrauchtwarenhändler Franz

Herbert Setz bleibt seinem Erfolgsrezept der stillen, naiven und eher wortkargen Rollen treu.

Diese spielt er so liebenswert, dass man ihn einfach mögen muss.

Herbet Setz ist der Kit, der alles zusammenhält.

Das Verkaufsgespräch über Milch und Gesäuge war wunderbar.

 

Andra Rihm als Agnes

Ob als feurige, verhüllte Lady im Rotlicht oder weißgewandete Domina, Andrea Rihm spielt alles weg was kommt.

Dabei überzeugt sie als Dompteurin ihres nicht ganz pflegeleichten Mannes.

Durch das gute Zusammenspiel mit Jürgen Hörner, nimmt man ihnen das lange verheiratete Ehepaar voll und ganz ab.

Bei den Schlüsselszenen entsteht so ein gewisses Knistern, ich nenne es mal “ Dominanz des Eheweibes “

 

 

Ich kann wirklich jedem, der dieses Stück noch nicht gesehen hat empfehlen es zu besuchen.

Vor allem, da wie gesagt in diesem Monat die letzte Chance dazu besteht.

Ich lasse sie nun alleine und gehe leise Tränen um die wilde Prinzessin Eva weinen, welche am Ende durch ein großes Übel gezähmt und uns entrissen wurde.

 

Hier noch die Website der Badisch Bühn: http://www.badisch-buehn.de/