Peter Kraus

Klostersommer Hirsau

 

05.08.2015

 

Heute gibt es im Vergleich zu meinen letzten beiden Besuchen, leider nur einen kurzen Bericht.

Das liegt vor allem daran, dass es durch ein Missverständnis leider nicht zu einem zugesagten Interview gekommen ist und zum anderen daran, dass mir kurz nach Beginn des Konzertes untersagt wurde weitere Bilder zu machen.

Natürlich habe ich mich auch daran gehalten – ganz im Gegensatz zu vielen, vielen Zuschauern, welche teilweise ganze Lieder mit geschnitten haben. Aber es ist ja logisch, den Leuten, welche durch einen schönen Bericht eine gewisse Werbewirkung haben können zu untersagen ihren Job zu machen und denen, von denen man keinerlei Nutzen hat dies zu gestatten.

Generell finde ich es äußerst fragwürdig, in der heutigen Zeit, Zuschauern und Berichterstattern das fotografieren bei einem Konzert zu untersagen.

Ich kann nachvollziehen, dass man nicht möchte, dass das Konzert gefilmt wird, aber solange Bilder noch nicht singen können, finde ich es äußerst daneben, das fotografieren zu untersagen.

Aber ok – wie gesagt ich bin ein Mensch, der so etwas respektiert.

Dementsprechend spärlich bebildert wird dieser Bericht ausfallen.

Ich bedauere dies sehr, da das Konzert es wert gewesen wäre etwas mehr davon zeigen zu können und somit den Leser zu animieren ein Konzert von Peter Kraus zu besuchen.

Wer meine Berichte kennt, der weiß, dass ich fair Bericht erstatte. Dies heißt aber nicht, dass ich immer nur schreibe wie toll alles war, sondern eben auch, dass ich Kritik äußere, wenn mir etwas nicht gefallen hat.

Wie gesagt, das Konzert war aller erste Sahne, ganz großes Kino.

Ich schreibe dazu später noch etwas.

Aber das Davor und Danach, hat mir absolut nicht gefallen.

Von der Organisation, war alles wie auch in den Tagen zuvor vom Veranstalter her gut geplant.

Ich habe meinen obligatorischen Schnitzelweck gegessen und das Wetter hat auch mitgespielt.

Also wie auch bei den letzten beiden Berichten ein Kompliment an den Veranstalter.

 

Dass ein Interview mal platzt, mangels Zeit oder durch Missverständnisse, kann passieren. Dies war zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch.

Dass man aber die Zuschauer, zwischen 68 und 54 Euro Eintritt abnimmt, dann noch 3-4 Mal während des Konzertes dazu aufruft die CD´s von Peter Kraus zu kaufen und Peter Kraus dann nach dem Konzert sofort weiterreist um seinen Flieger zu erwischen, anstatt zumindest den Leuten die eine CD gekauft haben diese auch zu signieren, ist ein absolutes No Go.

Ich finde, ein Künstler sollte sich um seine Fans kümmern, denn er lebt ja auch von ihnen.

Dies jedoch hat so einen Massenabfertigungsgeschmack.

Zahlen, ansehen, kaufen aber ja keine Mühe machen.

Die Menschen zahlen die Konzertpreise, weil sie etwas von ihrem Star haben wollen. Da tut es nicht weh, wenn man sich ihnen danach noch etwas zur Verfügung stellt.

Leider ist dies in der Rock und Popmusik weitestgehend nicht mehr der Fall.

Heavy Metal, Mittelaltermusik, Volksmusik, ja sogar beim Schlager, stehen die Künstler danach für die Fans bereit.

Subway to Sally z.b. haben trotz Fieber und Schnupfen, Autogramme gegeben und Hansi Hinterseer, ist so lange sitzen geblieben, bis auch der letzte Fan sein Autogramm hatte.

 

Natürlich hat man “ nur “ für das Konzert bezahlt, aber sich vorne herum Volksnah zu geben und hintenrum die Flucht zu ergreifen das passt irgendwie nicht.

 

Kommen wir aber nun zum Konzert selbst.

Es sind so viele Leute gekommen, dass die Tribünen der Freilichtbühne fast vollständig gefüllt waren.

Ich könnte mich jetzt hinsetzen und einen ganz typischen, trockene, leblosen, berichterstattenden Artikel schreiben, wie er in jeder x-beliebigen Tageszeitung erscheinen könnte, mit 1-2 Bildern und es wäre gut.

Ich könnte es auch so machen, dass ich ein Konzert für 10 Minuten besuche, 5-10 Bilder schieße und dann über das ganze Konzert schreibe, als hätte ich es komplett gesehen.

So etwas ist auch immer wieder in Zeitungen zu finden.

Das würde dann in etwa so aussehen:

 

IMG_9202Hirsau, 05.08.2015

In einer zweistündigen Bühnenshow, rockte Peter Kraus, vor fast ausverkauften Haus, die Freilichtbühne beim Klostersommer in Hirsau,

Dabei zeigte der inzwischen bereits 76 jährige Kraus eine überraschende Beweglichkeit und Kondition.

Es wurden unter anderem Rock´n Roll und Schmusesongs gespielt, welche von einer tanzwütigen Bühnenbelegschaft komplettiert wurden.

Bei seinem Hüftschwung, drohten zahlreiche, kreischende Mädchen über 65 in Ohnmacht zu fallen.

Als Peter Kraus zum Abschluss noch “ Tiger “ zum besten gab, hörte man aus Reihe 1 einige künstliche Hüftgelenke bedenklich knarren.

O-Ton Peter Kraus: “ Gar nicht so einfach im fortgeschrittenen Alter noch den Tiger zu markieren – aber wem sag ich das.“

 

Für die meisten Zeitungen würde das voll und ganz ausreichen. Vielleicht auch 2 Bilder und doppelter Text.

Ich schreibe aber ganz gerne ausführliche Erlebnisberichte, die mit Fotos gespickt sind, damit sich die Leser einen guten Eindruck vom Konzert machen können und Lust bekommen hin zu gehen.

Mangels Input so auf Sparflamme schreiben zu müssen ärgert mich immer sehr.

Vor allem wenn das Event an sich ein tolles Event war.

 

Eigentlich sollte ich dies nicht machen bei einem Event, bei dem der Zuschauer mehr oder weniger zur Cashcow verkommt, aber ich kann trotzdem jedem empfehlen ein Peter Kraus Konzert zu besuchen, da dieses Konzert einfach eine richtig richtig gute Show war.

Dieser Mann hat so viel Power in sich, dass er locker drei 25 jährige ersetzt.

Mit 76 ist eine solche Leitung mehr als respektabel.

Die Lichtshow hat gepasst und die anderen Sänger und Musiker waren durch die Bank sehr gut.

Nun noch mehr Lockerheit im Umgang mit Fotos und zumindest bei CD Verkauf anschließende Signierstunde und wir sind im Soll.

 

Ich wünsche Peter Kraus auf jeden Fall noch ein langes, gesundes Leben und dass er noch viele Jahre auf der Bühne stehen kann.

Vielleicht bekomme ich ja einmal wieder die Gelegenheit zu einem Interview mit ihm.

Natürlich nur, sofern er kritikfähig ist 😉

 

Hier zum Abschluss nun noch die Bilder, welche ich vom Konzert machen konnte. Sie decken ca. die ersten 15-20 Minuten ab.