Paul Panzer

tolle Show in fast ausverkaufter Halle

 

Am 21.03.2015, trat Paul Panzer im CCP in Pforzheim auf, das bis fast auf den letzten Platz besetzt war.

Das erste was mir auffällt, als ich 19:00 Uhr das CCP betrete sind die übergroßen, an die Säulen angeklebten Papierschilder mit den von vielen Verbotszeichen unterstrichenen Hinweisen, dass sämtliche Video, Foto. etc. Aufnahmen verboten sind und die gleichzeitige Androhung diese strafrechtlich zu verfolgen.

Ich fühle mich als Konsument und Kunde direkt willkommen.

Ein einzelnes Schild warnt noch davor, dass das Programm unter Umständen zu Hörschäden führen könnte und man sich Ohrenstöpsel beim Veranstalter besorgen kann. Ich hoffe inständig, dass es keine zum leihen sind und schreite mutig, mein Trommelfell in den Ring der Freude werfend in den großen Saal.

 

Damit ich nicht erschossen werde, wenn ich Bilder mache, habe ich am Eingang meinen Fotoausweis und meine Presse Akkreditierung bekommen.

Ich bringe sie gut sichtbar an meiner Jacke an. Sicher ist sicher.

Rechts hinten in der Halle, sind ca. 9-10 Plätze für die Presse reserviert.

Es werden an diesem Abend nur 4 von ihnen belegt sein.

Ich mutmaße, dass die anderen 6 kurz vor dem betreten der Halle hingerichtet wurden, weil sie nicht schnell genug ihren Fotoausweis an ihre Kleidung kleben konnten.

 

Die ersten 10 Minuten dürfen Fotos gemacht werden, aber nur ohne Blitz und von ziemlich weit hinten in der Halle. In diesen 10 Minuten schieße ich Bilder am Fließband um einige gute retten zu können.

Langsam wird mir bewusst, dass ich mir wohl eine andere Kamera werde kaufen müssen. Meine Kompaktkamera, kann auf diese Entfernung keine guten Bilder machen. Schon gar nicht ohne Blitz.

Daher zücke ich meinen Camcorder. Mit ihm funktioniert es gerade so mit voll ausgefahrenem Zoom.

Was gäbe ich jetzt für eine Spiegelreflex mit einem Teleobjektiv vorne dran.

 

Die Show beginnt um 20 Uhr mit einem Video, dass an die Dekofelsen gestrahlt wird.

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Danach betritt Paul Panzer unter tosendem Applaus den Saal

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Das Wunder der Geburt wird durchgenommen und Ideen für eine einfachere Lösung präsentiert.

Er träg das geblümte Hemd, welches man bei den Fanartikeln auch als Boxershort erwerben kann.

Ich werde später in der Pause in mich hineinlachen, als der Fanartikelverkäufer diese Boxershort einem Jungen mit den Worten “ Damit bist du der Renner im Sportunterricht “ verkaufen will.

Mit seinem gewohnten Sprachfehler, erzählt er von Babyfontze (Babyphone) und davon, welcher Überfluss bereits bei den kleinsten Kindern im Kinderzimmer herrscht.

Ich bewundere die Kulisse und finde sie sehr gelungen.

Als das Publikum einen Witz nicht kapiert, da es das Wort “ Fütze “ nicht als “ Füße “ versteht, bekommt Paul einen Lachanfall und schafft es kaum sich wieder einzukriegen.

“ Ich versteh auch nicht alles, was ihr sagt.“, ruft er dem Publikum zu und auf einen Zuruf eines Zuschauers wiederspricht er: “ Nein, der Witz ist nicht kaputt.“

“ Ja das wars – toller Abend.“, ergänzt er lachend und schiebt dann hinterher: “ Sie sind gelaufen “

Ab jetzt lacht das Publikum immer wenn das Wort “ Futz“ kommt.

 

Im ersten Teil des Programmes lerne ich, dass die Menschheit ziemlich weich geworden ist und immer alles absichern muss.

Er schafft es tatsächlich mich das ein oder andere Mal zum lachen zu bringen.

Die Kaufhaus Security und das Mädchen kann ich mir bildhaft vorstellen.

Bild ? Haft ? – ich kontrolliere noch einmal meinen Fotoausweiss.

 

Die Temperatur im Saal ist angenehm und leicht luftig. Genau richtig.

 

Der nächste Punkt im Programm dreht sich darum, dass man nichts mehr darf.

Paul erzählt von seinem Plan ein Feuer auf der Bühne zu machen und vom Ordnungsamt.

„Tja Paul – da geht es dir wie uns Journalisten.“, denke ich bei mir.

Hat mich aber zum lachen gebracht.

Manchmal muss Galgenhumor einfach sein.

 

Das Publikum ist inzwischen von einigen Hardcore Lachern durchzogen, die Paul anstecken.

“ Wenn du auf den Boden brichst, machst du selbst sauber ! „, ruft er einem Zuschauer in einer der ersten Reihen zu,

Es geht in die Pause.

 

Ich überlege mir eine Butterbrezel zu kaufen.

Dieses mal scheitert dieses Vorhaben nicht an einer langen Schlange, sondern daran, dass ich einen nicht vorhandenen Bausparvertrag auflösen müsste um mir eine leisten zu können.

Ich überlege kurz, ob sie in der Butter vielleicht Diamanten versteckt haben könnten, oder ein Los einer Lotterie, welche eine Investition von 2 Euro gerechtfertigt hätten, schlendere aber dann hungrig in eine nicht einsehbare Ecke des Foyers und trinke von meiner mitgebrachten Apfelsaftschorle. HA – ich bin ein Rebell.

 

Als ich mich nach der Pause wieder hinsetze, bemerke ich, dass ein anderer Pressemann nicht mehr da ist.

Ich höre Schreie aus dem Foyer: “ Aber ich habe doch gar keine Apfelsaftschorle dabei ! “ , kurz darauf 5 dumpfe Schüsse.

Nein – Spaß.

 

Das Licht geht aus und Paul ruft von hinter den Kulissen: “ Wo ist mein Pforzheim ?“

Applaus brandet auf und er betritt die Bühne wieder.

Esoterik, die Probleme aufs Klo zu kommen und U-Fozzen bestimmen die zweite Hälfte.

Seine Interaktion mit dem Publikum ist gut.

“ Du hast eine dreckige Lache Fräulein.“, sagt er lachend zu einer Zuschauerin.

Dann fragt er welche Berufe die Frauen gut finden.

Von ganz hinten kommt ein Zwischenruf: “ Bofrostfahrer “

Paul lacht auf: “ Egal in welche Stadt ich komme, Einer brüllt immer Bofrostfahrer. Seid ihr eine Sekte ? “

 

Der Bofrostfahrer wird danach noch einige Male in die Show eingebaut, wodurch ich mir nicht sicher bin, ob es nicht ein geplanter Zwischenruf war,

Nun geht es um Kirmes, Glücksferomozze und Remulazze.

Ein Spruch hat mir sehr gut gefallen. ich überlege ihn mir auf ein T-Shirt drucken zu lassen und damit zu meinen Interviews zu gehen: “ Ich bin von der Kripo – Sie müssen mit mir reden !“

Nun folgt die Zugabe, die bei mir für einen sehr harmonischen Abschluss des Abends sorgt und mich mit einem sehr gelassenen Gefühl in entlässt.

Paul erklärt den Sinn des Lebens:

“ Glücklich sein und Spaß haben. Und wenn noch Energie übrig ist dafür sorgen, dass andere Glücklich sind und Spaß haben.“

Er fügt hinzu: “  In 300 Mio. Jahren ist Schluss. Nicht nur in Pforzheim, “

Man sollte aufhören, sich über jede Kleinigkeit aufzuregen.

 

Ich verlasse den Saal und stehe im Foyer wieder vor einem der Strafandrohungsschilder.

Paul hat in der Pause einige Autogrammkarten unterschrieben und beim Fanshopmann hinterlegt.

Fotos mit seinen Fans gibt es keine. Persönliche Autogramme auch nicht.

Ein Mann ist da, der etwas von Paul unterschreiben lassen möchte und enttäuscht wieder geht, als der Fanshopmann ihm erzählt das er bereits verschwunden ist.

Vielleicht war bei Paul heute keine Energie mehr übrig um diesen Mann glücklich zu machen.

 

Mein Fazit des Abends:

Ein tolles Programm mit einem tollen Paul Panzer.

Die Angestellten des CCP waren nett und es lief gewohnt routiniert.

Ich würde mir manchmal wünschen, dass Künstler die groß geworden sind, nicht vergessen, wie es war als sie klein waren und über jeden Menschen von der Presse froh waren der über sie geschrieben hat.

Schließlich haben die Journalisten mit dazu beigetragen, dass Sie groß geworden sind.

Da kommt manchmal so ein bisschen das Gefühl auf: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan der Mohr kann gehen“

Wobei ich da jetzt auch nicht alle über einen Kamm scheren möchte. Ich habe auch bei durchaus namhaften Künstlern schon sehr angenehme Kontakte gehabt.

 

Hier gibt es die DVD zum Programm zu kaufen:

Paul Panzer – Alles auf Anfang

Und hier die CD:

Alles auf Anfang!

Hier nun noch ein paar Bilder der ersten 10 Minuten, dieses sehr schönen Programmes: