Ein schwäbischer Sommernachtstraum

Dui do on de Sell treffen Hämmerle und Leibssle

 

Vorwort:

Da ich Nahe der badisch/schwäbischen Grenze aufgewachsen bin, habe ich gelernt, das Beste aus beiden Welten zu nehmen.

Ich muss gestehen, dass ich sehr zufrieden bin in Karlsruhe zu leben und Badener zu sein. Es fehlt mir aber auch jegliche Form von Abneigung gegenüber Schwaben.

Ja ich gestehe – Ich mag auch Schwaben !

Und wenn eine Bande aus schwarz gewandeten Schwaben, das Emblem einer Halle, stolz auf der Brust tragend, es einem ganzen Kreis ermöglicht, tolle Unterhaltung zu erleben und diese Schwabenbande dann noch 4 zusätzliche Schwaben, bestehend aus 2 Männlein und 2 Weiblein in eben diese Halle einlädt – dann, ja dann, kann der Abend nur ein schwäbischer Sommernachtstraum werden.

 

12.07.2015

Ich komme gegen 18:00 Uhr an der alten Seminarturnhalle in Nagold an.

Um 19 Uhr soll es losgehen und meinem Auge bietet sich ein Anblick, den ich in dem halben Jahr im dem ich die Leute hier besuche, so noch nicht erlebt habe.

Die Schlange vor dem Eingang, zieht sich bis weit auf dem Gehweg hinaus.

Der Ansturm ist größer als bei manchem “ großen “ Namen.

Ja, das ist Baden-Württemberg. Das ist Schwaben, das ist Baden.

Wir vergessen die Unsrigen nicht und stehen wie ein Mann zu ihnen.

Aber sind wir ehrlich – es ist einzig und alleine der Sex Appeal von Hämmerle, der die Massen zur Halle strömen lässt.

 

 

Ich halte ein kleines Schwätzchen mit den Schwaben in Schwarz und begebe mich dann zu meinem Platz.

Neben mit sitzt wieder die nette junge Frau vom Schwarzwälder Boten.

Der Saal ist fast ausverkauft. Der Schwarzwälder Bote, wird später schreiben es seien 270 gewesen.

Aber es war eine Stimmung als wären es mindestens 271 gewesen.

Dafür, wie kurzfristig für das Event geworben wurde, ist das respektabel.

 

Um 19 Uhr geht es los.

Petra und Doris, welche das Duo “ Dui do on de Sell “ bilden, haben Bernd Kohlhepp und Eckhard Grauer, ihrerseits, das Duo “ Hämmerle und Leibssle “ bildend, dazu überredet zusammen mit ihnen den schwäbischen Sommernachtstraum zu spielen.

Welcher Mittel sie sich hierzu bedient haben, konnte ich jedoch, trotz investigativem Journalismus nicht in Erfahrung bringen.

Ich vermute aber, dass hierbei wilde Schwabenromantik in Kittelschürze mit anschießendem Butterbrezelverzehr, eine gewichtige Rolle gespielt haben.

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Bernd Kohlhepp betritt die Bühne.

“ Wer nicht Steven Spielberg heißt, sollte seine Kameras ausschalten.“, spricht er mit strengem Blick in die Runde.

Als er mich erblickt, richtet er seinen Schwabenfinger des Todes auf mich und ich fühle mich, einer Butterbrezel nicht unähnlich, welche im nächsten Augenblick gefressen werden soll.

Jetzt ist schnelles Handeln gefragt.

Ich rufe ihm zu: “ Presse ! Presse !“, und versuche mich gekonnt, hinter der netten Dame vom Schwarzwälder Boten zu verstecken.

Leider schickt der Schwarzwälder Bote, nie dicke Reporterinnen, wenn man eine, zum dahinter verstecken, bräuchte.

Kritisch blickt er mich an.

Ich halte seinem Blick stand und kurze Zeit später, wendet er sich um und verschwindet wieder hinter der Bühne.

Gerettet.

Beschließe mir vielleicht einen Hut mit großem Schild darauf zu besorgen, auf dem steht: “ Ja, das ist eine Camera ! Nein – ich filme nicht damit, sondern mache nur Fotos !“

 

Petra Binder und Bernd Kohlhepp, in der Folge nur noch Petra und Bernd genannt ( immerhin ist es eine schwäbische Vorstellung und da werden Buchstaben gespart), betreten die Bühne.

Bernd trägt….ja….was trägt Bernd auf dem Kopf ?

Irgendwie wirkt es wie frisch überfahren.

Passend dazu, hat sich Petra in ein Kleid gewandet, bei dem der Designer wohl ein Zebra vor Augen hatte, welches auf einer Blumenwiese verendet ist.

Die beiden spielen ein Ehepaar, Barbara und Clemens, welches beschlossen hat eine Schiffsreise durch das Mittelmeer zu unternehmen.

Passend zum Thema „verendete Wildtiere“ , schiebt Clemens 3 Hartschalenkoffer, welche einmal ein Leopard gewesen sein mögen, vor sich her.

Das zweite Pärchen, Gaby und Joe, gespielt von Doris Reichenauer und Eckhard Grauer, im folgenden nur noch Doris, Eckhard, Gaby oder Joe genannt ( Ja – die Wirtschaftskrise trifft uns alle), schiebt sich hinter den Trennwänden hervor.

Gaby (Doris), trägt hierbei ein rotes Kleid mit weißen Punkten, welches abgestimmt mit der langen blonden Perücke, das Ensemble “ Billig und willig “ bildet.

Joe (Eckhard), hat sich passend dazu, eine blonde Perücke, ein Goldkettchen und ein…nennen wir es mal Hemd, aus der neuen „Wenn heute Abend kein Geld da isch , gibts de Frack voll “ – Kollektion herausgesucht.

Um die ganze Sache noch brisanter zu machen, ist Barbara (totes Zebra), die Schwester von Joe (toter Modegeschmack), also die Schwägerin von Gaby ( billig aber sooo süß).

Wer einen Blick auf Gabys Handtasche wirft, wird erkennen, dass treu am Wildtierthema festgehalten wird.

Nun kommt zum ersten Mal an diesem Abend Musik ins Spiel. Also abgesehen von der Umbaumusik.

Zur Melodie von “ Super Trooper “ von ABBA, wird über die Sauberkeit in den Kabinen gesungen.

 

Danach treffen sich Joe und Clemens an Deck und Joe versucht seinem Schwager zu erklären, wie man mit den Frauen richtig umgeht und er seine resolute Frau, also Joes Schwester in den Griff bekommen kann.

Barbara erscheint uns in einem, wie sollte es anders sein, Bademantel im Wildtiermuster und kurz darauf, bekommen wir auch den immer gut gelaunten Chef-Steward des Schiffes zu sehen. Was die Beiden so erzählen, wird aber nicht verraten. Sie sollen schließlich einen Grund haben, die Vorstellung selber zu besuchen.

Natürlich, reisen auf dem Schiff auch Dui do on de Sell als sie selbst mit.

Beim gemütlichen Coktailschlürfen, fällt es schwer sich zu konzentrieren, da Doris wie eine schwäbische Sharon Stone auf dem Hocker sitzt und man sekundlich erwartet, dass sie lasziv die Beine über einander schlägt.

Eigentlich eine gute Idee für ein neues Bühnenstück.

Dui do on de Sell präsentiert : “ Bäsig Inschdingd “ ein schwäbischer Schriller.

Als dann noch der rattenscharfe Ulmer Steward Walter Sailer an Deck erscheint ist es um die beiden attraktiven Mittvierzigerinnen, geschehen.

Zu den Klängen von ABBA´s Waterloo, raunt Doris ihrere Freundin Petra “ Frog en du ! ( Frag ihn du ) zu und schiebt sie immer wieder in seine Richtung.

Als Retter in der Not erscheint Hämmerle auf der Bildfläche und übernimmt es stellvertretend für die, dem Hormonwahnsinn verfallenen Damen, den Stewart nach seiner familiären Situation zu fragen.

Beim Buffet trifft Hämmerle auf Gaby und Barbara und wir erfahren, wie man die Frauen rumbekommt. Mit einem blauen…ne ne ne ne…das wird auch nicht verraten.

Auch Frau Pelzer und Frau Dahlmann-Dölker, tun sich am Buffet gütlich.

Die eine hat einen Hund und die andere einen Dachschaden….ne Moment.. anders. Die andere hat Angst, dass mit ihrem Haus etwas nicht stimmt.

Daher versammeln sie sich danach am Telefon und versuchen sich nach dem Wohle ihrer Liebsten zu erkundigen.

Wo ein Hämmerle ist, da ist auch ein Leibssle nicht weit.

Und so treffen sich die Beiden an Deck.

Da man ihnen aus versehen die selbe Kabine gegeben hat, in der aber nur Platz für einen von ihnen ist, beschließen sie es auszuspielen.

Auf dem Schiff wird natürlich auch allerlei Unterhaltung geboten. Und alle machen mit….ja – damit sind die Zuschauer gemeint.

Da ich ja aber mehr Bilderfee als Passagier bin, lüfte ich zwar ebenfalls den Hintern, schiebe mich aber rückwärts gehend und knipsend an den Rand der Halle.

Die blauen Flecke, welche ich davontrage, als ich dabei über die Treppe falle, die sicherlich ein paar emsige Heinzelmännchen just in dem Moment dort hinbauen, als ich beschließe, mich in gegenüberliegender Richtung meiner Augen zu bewegen, also rückwärts, erinnern mich noch einige Tage daran.

Ganz der Profi, der ich bin, weine ich nur kurz leise in mich hinein und knipse weiter.

Ja – in der Welt des Showbusiness,  gibt es keine Pfläschterlen und kein „Mama puscht mal, ich hab mir Aua gemacht“.

Der Saal tobt, reißt die Hände nach oben und folgt den Bewegungen der Animateure zum ABBA Lied „Gimme Gimme“

Wer sich einmal genauer Eckhard Grauer ansieht, weiß auch, wieso es so wenig schwäbische Animateure auf Kreuzfahrtschiffen gibt.

Ihm wurde der Frohsinn ins Gesicht gemeißelt.

 

In der Pause esse ich ein Stück vorzüglichen Heidelbeerkuchen, oder auch Blaubeerkuchen genannt.

Ein Kuchen, der selbst eine dreistündige Dichterlesung von Angela Merkel erträglich machen würde.

Naja, gesetzt den Fall, man stopft ihn sich in die Ohren.

Kompliment an die Küche der alten Seminarturnhalle.

 

Nach der Pause kommen wir alle wieder auf den Teppich, nachdem wir ihn gefunden haben, und beschäftigen uns mit einem Thema, welches auch im Urlaub für die holde Weiblichkeit nicht zu unterschätzen ist. Kleider und Schuhe.

Die Melodie des folgenden Liedes, welches den Titel “ Neue Schuh “ trägt wurde, wie alle Lieder an diesem Abend von ABBA entliehen. Genauer gesagt von dem Lied „Voulez Vous“

Hierbei präsentieren die beiden Mittdreißigerinnen, ihre Errungenschaften.

Während die fette Beute an Bord gewuchtet wird, lernen wir Herrn Beadeker kennen.

Herr Beadeker, hat einen Hut und einen Reiseführer.

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Aber Herr Beadeker ist unzufrieden. Etwas fehlt.

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Er überlegt fieberhaft, was es sein könnte.

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Der Erkenntnis folgt der Schock – seine Frau fehlt. Er hat sie zu Hause vergessen.

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Wie soll er nur das Loch an seiner Seite füllen ?
Gehen sie in die Vorstellung und erfahren sie es.

Als Frau Dahlmann-Dölker (Petra) abermals zum Telefon geht um sich nach ihrem Hund zu erkundigen, erschallt ein Zwischenruf aus dem Publikum:

“ Mach dich nackig !“

Petra: “ Aber erscht nach dir !“

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Alle Menschen mit schwachem Herzen, jetzt bitte weglesen, denn ab jetzt wird es heiß.

Als die geile Gaby, die Bühne betritt und den starken, maskulinen Walter erblickt, reift in ihr der Wunsch, nach starker, männlicher, schwitzender, schwäbischer Liebe.

Die geile Gaby

 

 

 

 

 

 

 

Aber der gemeine Walter, hat nur Augen, für seine Seile. ( Immerhin heißt er ja Sailer… – Gruß an Gerd Dudenhöfer)

der gemeine Walter

 

 

 

 

 

 

 

Da der Samen der Wollust aber bereits gepflanzt, sieht sich die kesse Gaby, nach einem schwächeren Opfer um und erblickt den geistig eher schlichten Clemens.

Der geistig schlichte Clemens

 

 

 

 

 

 

 

Gaby möchte sehr gerne tanzen um die Säfte in Wallung zu bringen.

Da der schlichte Clemens, aber a alte Bämull (Memme) ist, versucht Gaby durch einen flotten und erotischen Tanz, die Latte ein wenig höher zu legen.

Zu ABBA´s “ Dancing Queen „, Schalmeit es durch den Saal “ Will net danze gen “ (Will nicht tanzen gehen)

Am Ende klaut sie dem armen Clemens sogar noch die Brille, so dass dieser nun zwar Willens, aber orientierungslos ist.

Von wilder Luscht gepeinigt und zum Äußersten bereit, obgleich noch immer von der Brille befreit, begibt sich Clemens zunächst auf seine und dann auf Freiersfüße.

Er tastet nach dem erstbesten, was seine gierige, lüsternen Hände zu packen bekommen.

Unglücklicherweise ist dies nicht die liebreizende Gaby, welche erst Clemens Brille und dann die Beine in die Hand nahm, sondern der von Grobschlacht befallene Joe.

Barbara erzählt dem Publikum von ihren Sehnsüchten bezüglich Clemens.

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Danach findet Hämmerle erst einen Teppich und dann die geheimen Leibssle Tagebücher.

Neugierig liest er darin, als Leibssle in die Kabine kommt und seinen Freund zur Rede stellt.

Hieraus erwächst ein schwäbisches, lyrisches Drama, bei dem Leibssle, Hämmerle alle Sachen vorwirft, welche er ihm jemals angetan hat und Hämmerle ihm singender weise die Worte: “ Sima heute zickig ?“ entgegen schleudert. Das Ganze natürlich wiederum zu einem ABBA Song. Dieses mal “ Summer in the City “

Da es aber wie wir wissen, wahre Liebe nur unter Männern gibt, vertragen sich die Beiden am Ende wieder.

 

Wer nun fälschlicherweise angenommen hat, dass die Spitze der Erotik bereits erreicht sei, dem seien folgende Bilder vor Augen gehalten:

Bei diesem Bildern, fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit, als Christo den Reichstag verhüllte.

Wer solch ein Event gerne einmal Live erleben möchte, kann dies in jedem Freibad in seiner Nähe tun.

Das Publikum hätte gerne auf das Handtuch verzichtet.

Dafür hätte Doris, wie man sieht, in diesem Moment, gerne auf das Publikum verzichtet.

 

Was nun folgt ist schwäbische Slapstick Comedy vom feinsten.

Wenn man Petra mit dem Liegestuhl kämpfen sieht, denkt man unwillkürlich an Mr. Bean der sein Auto einparken will.

Ich wusste nicht, dass man auf einem Liegestuhl in so vielen Positionen sitzen kann.

Der Steward Walter Sailer bringt uns “ Ludmilla machs no amol “ ( The Winner tales it all ) zu Gehör und vergisst in der Mitte den text. Bei Windstärke 12 kann so etwas schon einmal vorkommen.

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Was Hämmerle und Leibssle bei dieser gefühlten Windstärke machen und was dies alles mit der Oper “ Ei Da “ zu tun hat, müssen sie selbst herausfinden.

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Ein ganz besonderes Highlight ist auf jeden Fall, als zunächst Petra und Doris in roten und blauen Ganzkörperanzügen auf die Bühne kommen und dann Bernd und Eckhard in schwarzen.

Als ich Petra sehe, denke ich zuerst „Der King lebt !“.

Zusammen legen sie eine wilde Tanzorgie zu der Musik von ABBA´s “ SoS “ hin.

Der Abend neigt sich langsam dem Ende zu.

Noch einmal treten Petra und Doris auf.

Die beidem Mittzwanzigerinnen, schlürfen gemütlich einen Cocktail und vergessen dabei ihren Text.

Doris: “ Muss i was sage ? “

Das Publikum johlt und feiert die Beiden

Petra am Ende: “ Also i muss jetzt nix me sage !“

 

Zum Finale, treten noch einmal die beiden Ehepaare Joe und Gaby, sowie Clemens und Barbara auf.

Haben die Ehen, die Kreuzfahrt überlebt ?

Wird es Clemens schaffen, sich seiner Barbara gegenüber zu behaupten ?

Und was sagt Gaby zu ihrem Joe ?

Finden sie es heraus, bei einem der noch verbleibenden 5 Termine an denen der schwäbische Sommernachtstraum aufgeführt wird.

Das Nagolder Publikum ist auf jeden Fall so begeistert, dass es beim Abschlusslied “ Danke dass ihr da wart “ ( Thank you for the Music „, Standing Ovations gibt, bei denen sich die ganze Halle erhebt und frenetisch Beifall spendet.

Die Vier müssen noch einige Male auf die Bühne zurückkommen und sich verbeugen.

Dann verlassen sie die Bühne und es endet ein Abend, der noch lange Nachklingen wird.

 

Nach der Vorstellung, habe ich noch ein Interview mit den Vieren geführt.

Da es spontan und nicht geplant war, und ich direkt von einer Hochzeit kam, hatte ich leider nur das nötigste Equipment dabei.

Ich musste also das Interview mit dem Camerainternen Mikro aufnehmen. Daher ist es ein wenig hallig geworden.

Zusätzlich kam der Raumlüfter stärker zum tragen als gedacht.

Ich bitte also, die mittelprächtige Qualität zu entschuldigen und gelobe künftig mein Mikro immer in der Tasche zu haben.

Mein Fazit:

Dui do on de Sell meets Hämmerle und Leibssle. Das ergibt eine geballte Ladung schwäbische Comedy.

Wobei der Begriff “ Comedy “ hier bei weitem nicht ausreicht.

Ich würde soweit gehen, es als eine schwäbische Revue zu bezeichnen.

Ausnahmslos alle Lieder von ABBA, wurden mit sehr guten, neuen Texten in Mundart versehen.

Alleine das ist es schon wert hervorgehoben zu werden.

Dazu kommen die vielen, verschiedenen Figuren, die Garderobe, mit dem Highlight der 70er Jahre Kostüme, in denen zu SoS getanzt wurde und last but not least, die Mimik von Bernd Kohlhepp und auch von Doris Reichenauer, welche ihr selbst wohl gar nicht so sehr bewusst ist.

Wer sich jedoch aufmerksam meine Bilder ansieht, wird sehen, wie wandlungsfähig das Gesicht dieser Frau ist.

Eckhard Grauer, besticht durch seine bewusste Vermeidung, von Mimik, wodurch er zu dem so liebenswerten, schwäbischen Bruddler wird.

Und zu Petra Binder sei gesagt, dass jeder, der sie einmal kennen gelernt hat weiß, dass sie keineswegs dick ist, sondern der Platz einfach benötigt wird, damit die ganze gute Laune und der Frohsinn, den sie versprüht genug Platz in ihr finden.

Währe sie eine Pinata, wäre sie gefüllt mit Bonbons auf denen einem lauter Smileys entgegen grinsen.

Ich möchte an dieser Stelle jedoch dringend davon abraten, sie an einem Baum zu hängen und zu versuchen sie mit einem Stock zu verprügeln um an die süßen Leckereien zu gelangen.

Ich glaube dass an diesem Abend, niemand enttäuscht den Saal verlassen hat, sondern alle Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind.

Einziger Wermutstropfen ist, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist.

 

Sollten sie also die Möglichkeit haben, zu einem der verbleibenden 5 Termine zu gehen und das Glück haben noch Karten zu bekommen, ergreifen sie diese !

Es gibt keine DVD oder ähnliches von diesem Stück. Sie können es nur live erleben und auch nur noch diese 5 Mal. (Nach aktuellem Stand)

 

Hämmerle und Leibssle haben sich ja leider nur für dieses Bühnenstück wieder zusammengefunden.

Wenn Sie das genauso schade finden wie ich, dann gehen sie nach der Vorstellung zu ihnen und sagen sie ihnen, dass Sie gerne wieder mehr von Hämmerle und Leibssle sehen würden.

 

Ich würde mir wünschen, dass die Leute generell wieder viel öfters auch zu Veranstaltungen von kleineren Locations gehen und lokale Künstler besuchen.

Damit fördert man den Nachwuchs (auch wenn er schon älter ist) und hilft mit, dass Veranstaltungsorte wie die alte Seminarturnhalle in Nagold, das Jubez in Karlsruhe oder auch die badisch Bühn noch lange erhalten bleiben.

Ich für meinen Teil besuche sehr gerne lokale und junge Künstler, da diese noch echt und volksnah sind.

Oder könnten sie sich vorstellen, dass z.b. ein Paul Panzer in einer Wirtschaft oder einem Keller spielt ?

 

Die nächsten Termine für den schwäbischen Sommernachtstraum sind:

Freitag, 17. Juli 2015 ( Das ist heute !!!! also lasset den Schurz wackeln !)

Kelterplatz Weingut Kern, 71394 – Kernen im Remstal
Freitag, 31. Juli 2015
Burg, 97877 – Wertheim
Montag, 3. August 2015
Zirkuszelt am Wasserturm, 78628 – Rottweil
Donnerstag, 6. August 2015
Turn- und Festhalle, 72649 – Wolfschlugen
Samstag, 8. August 2015
Kelterplatz, 74354 – Besigheim

 

Weitere Termine könnt ihr auf den Homepages finden:

 

Mir bleibt nun nur noch ihnen viel Spaß zu wünschen und zu hoffen, dass ihnen mein Erlebnisbericht gefallen hat.