Django Asül

 20.03.2015 im Jubez in Karlsruhe

 

Was macht man an einem Freitagabend, wenn man am Vortag die Prinzen besucht, erst gegen 2 Uhr Morgens zu Hause war, die restliche Nacht Bilder gesichtet hat, gegen 5 Uhr morgens tot ins Bett gefallen, bereits um 11 Uhr wieder hoch ist und eigentlich den Tag nutzen sollte um sich etwas zu regenerieren und auf die nächsten 2 Events vorzubereiten ?

Natürlich das einige logische – Man beschließt spontan ins Jubez nach Karlsruhe zu Django Asül zu fahren.

4 Events in 4 Tagen…..ach, nur die harten kommen in den Garten…sofern sie dann noch laufen können…

 

Als ich gegen 19 Uhr beim Jubez ankam, hatten sich bereits ca. 30 Leute versammelt, die Einlass begehrten, welcher ihnen aber erst um 19:30 Uhr gewährt wurde.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Menge der Wartenden allerdings verdoppelt.

Um einen Überblick zu bekommen, was für Mensc

hen das wohl sein mögen, die zu Django Asül gehen, ließ ich die Meute vor.

Ein bunter Haufen an Männern und Frauen, jeglicher Altersstruktur wurde meinem Auge gewahr unter denen sich auch einige Rotzglocken befangen, welche jedoch nicht bimmelten, sondern schnieften.

Vor meinem geistigen Auge sah ich sich ein Pärchen zu Hause unterhalten : “ Grippe ? pffff – die Karten sind bezahlt und jetzt gehen wir auch hin !“

Sollte auch mir bald die letzte Nase schlagen ? Bis jetzt hatte ich mich doch so gut, trotz all der Strassenbahnfahrerei, unter der Grippewelle durchgeduckt.

Ich beschloss als einer der Letzten hinein zu gehen, und mich dann einfach dort hin zu setzen von wo es am wenigsten trompeten sollte.

 

Von meinem Platz, rechts neben der Bühne, erwartete ich was da wohl kommen möge:

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Ihr werdet nie erraten wer dann kam….richtig….

Django Asül. Ja wer rechnet denn mit sowas ?

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Zunächst einmal erzählte er gute 10 Minuten von Karlsruhe, seinen Erlebnissen mit der Bevölkerung und dem Verkehr, er zählte einige Prominente Karlsruher auf und stellte Wissensfragen zu der Stadt.

Das kam bei den Zuschauern gut an, da man merkte, dass er sich auf seinen Auftrittsort vorbereitet hatte und nicht einfach ein 08/15 Programm runterratterte, in das man auch jede andere beliebige Stadt hätte einfügen können.

Danach folgte in 2 ca. 50 Minuten langen Stücken sein Programm.

Aber auch hier, gelang es ihm, aktuellere Themen mit ins Programm einfließen zu lassen und es somit ein wenig zu modernisieren.

Immerhin tritt er ja schon eine Weile mit diesem Programm auf, welches in diesem Frühjahr auch sein Ende findet.

Er erzählte von seiner Einbürgerung, Europa, Griechenland, dem Verfassungsschutz und vielem mehr.

Wirklich ein feines Kabarett, dass für jung und alt gleichermaßen geeignet war. Django erinnerte mich, von seiner Mimik,  immer wieder an Lui de Funes und ich fragte mich, ob es da nicht Potenzial für eine Filmkarriere geben würde.

Am Anfang der Show, wies Django darauf hin, dass es im Saal doch etwas frisch sein und man die Temperatur etwas hochdrehen sollte.

In den folgenden 90 Minuten, spürte ich, dass “ etwas “ ein sehr dehnbarer Begriff ist, da ich mich bereits nach einigen Minuten langsam begann wie ein Hähnchen am Grill zu fühlen.

Zum Glück wurde das Programm von einer Pause unterbrochen, so dass ich mich wenden konnte um wenigstens von allen Seiten knusprig braun zu werden.

 

In der Pause, stellte ich mir die Frage, ob ich eine Butterbrezel, sofern sie denn mit Butter bestückt gewesen sein und daher ihren Namen zu recht erhalten haben sollte, meinem nach derlei Gebäck hüngernden Magen zuführen sollte.

Auf deutsch: Hunger ! Butterbrezel  ja? Nein? Vielleicht? Bitte ankreuzen.

Nachdem sich meinem Auge jedoch der Anblick einer Schlange bot, deren Länge zu nennen den Rahmen der Pause sprengte – Es gongte tatsächlich, bevor alle fertig waren – beschloss ich meinen Magen zum verstummen zu bringen.

Nach den zweiten 50 Minuten und einer kurzen Zugabe, in der Django darauf aufmerksam machte, dass er danach noch Autogramme geben würde, verließ er unter Beifall die Bühne und den Saal.

Das Publikum machte einen zufriedenen Eindruck und es bildete sich eine Schlange nach draußen zu dem Bistrotisch, an dem er geduldig alle Autogramm und Fotowünsche erfüllte.

Auch meine:

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Es hat mir sehr gut gefallen, dass sich Django Asül trotz sehr engem Terminkalender, noch Zeit für seine Fans genommen hat.

Danach hat er mir sogar noch ein kurzes Audiointerview gewährt:

Vom Inhalt der Show, verrate ich aber nichts. Wer sich dafür interessiert, kann seine aktuelle CD hier kaufen:

Django Asül: Paradigma

Ab Herbst, kann man ihn mit seinem neuen Programm “ Boxenstopp“ sehen und am Ende des Jahres, gibt es wieder den “ Rückspiegel “ – einen Jahresrückblick

 

Mein Fazit des Abends:

Es hat sich gelohnt, dass ich mich entschlossen habe hinzugehen, denn es war ein schöner Abend.

Solltet ihr sein aktuelles Programm noch nicht gesehen haben, dann aber flott. Wie gesagt, ab Herbst kommt bereits das neue Programm.

Die weiteren Termine könnt ihr auf Django´s Homepage finden: http://www.django-asuel.de/

Danke an Django Asül und danke an die Jungs und Mädels vom Jubez, die wie immer wenn ich dort war, einen sehr guten Job gemacht haben.