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Die Sims 4

ein Spiel mit Licht und Schatten.

 

Die Sims 4 ist ein Spiel, welches einen in ein Gefühlschaos stürzt.
Auf der einen Seite wird man gefangen genommen von der Stimmung und auf der anderen Seite flucht man, weil das Spiel einfach so wirkt, wie ein 1000 teiliges Puzzle, bei dem man beim auspacken feststellt, dass nur die ersten 10 Teile vorhanden sind.

Ich habe das Spiel bis jetzt ein paar Stunden gespielt und ein kleines Let´s Play dazu gemacht, welches ihr weiter unten auf dieser Seite finden könnt, da bewege Bilder doch noch einmal eine andere Aussagekraft haben.

Kommen wir zunächst einmal zu den positiven Dingen in Die Sims 4

Direkt nach dem Spielstart, kommt man in den Editor in dem man sich entweder eine Familie auswählt, oder eine erstellt.
Das Zusammenbasteln eines Charakters, ist im Vergleich zu Die Sims 3 noch einmal eine ganze Ecke leichter und komfortabler geworden.
Alle Körperbereiche einer Figur, lassen sich nun einfach mit gedrückter Maustaste rein und raus schieben.
So wird aus einem schmächtigen Männlein ganz schnell ein muskelbepackter Mann.

Wenn man sich das erstellen eines Charakters sparen möchte, kann man aus einer riesigen Onlinedatenbank Charaktere in sein Spiel implementieren, die andere Spieler gebastelt und hochgeladen haben.
Aber nicht nur Spielfiguren, sondern auch Häuser, Möbel etc. etc.

Der Umfang und Komfort ist also im Vergleich zum Vorgänger um ein gewaltiges Maß angestiegen.
Zumindest was den Start und das Potenzial angeht, aber darauf komme ich später noch einmal zu sprechen.

Das Spiel verfügt nicht mehr über eine riesige freie Welt, sondern ist in kleinere Bereiche unterteilt.
Im Grundspiel sind das 2 Nachbarschaften.
Eine in einem sandigen Klima, die andere in einem normal gemäßigten.

Die gemäßigte Nachbarschaft ist in 4 Bereiche unterteilt. 3 mit normalen Wohngebäuden und Grundstücken, und eine mit 4 Gemeinschaftsgebäuden.
Hier fällt bereits der deutlich abgespeckte Umfang der Spielwelt selbst auf.

Man sucht sich nun ein Haus aus, das man entweder vorher online heruntergeladen hat, oder das bereits im Spiel vorhanden ist und man sich leisten kann.
Die Spielfigur wird diesem Haus zugewiesen und zieht ein.

Der Einstieg ist sehr einfach und alle Schaltflächen werden von Hilfstexten erklärt.
Das ist zunächst einmal sehr hilfreich, geht einem aber irgendwann auch gewaltig auf die Nerven, da nicht ersichtlich ist, wie man diese Hilfstexte abschalten kann.
Man hätte sich hier das klassische X am rechten Rand der Sprechblasen gewünscht mit einer folgenden Frage, ob man die Tipps generell ausblenden möchte.

Die neuen Emotionen und Launen, sind ein absolutes Highlight, genau wie die dazu passende Grafik.
Emotional näher, war man seinen Sims noch zu keinem Zeitpunkt. Die Reaktionen sind glaubwürdig und die Figuren wachsen einem sehr schnell ans Herz.
Manche monieren, dass sich die Launen zu schnell ändern lassen würden, und vergessen dabei, dass dies bei den Sims schon immer der Fall war und daher auch völlig in Ordnung geht.

Leider ist es mit der künstlichen Intelligenz oftmals nicht so gut bestellt.
Da lässt man seinen Charakter eine Nachbarin besuchen und anstatt heimzugehen wenn er müde wird, zieht es der Charakter vor mit hoch erhobenem Hintern vor dem Fernseher ohnmächtig zu werden.

Eine letzte positive Eigenschaft des Spiels ist die verbesserte Performance, welche durch die nicht mehr offene Spielwelt erreicht wird.
Das hat aber leider auch sehr sehr viele und nervige Ladezeiten zur Folge.
Einen Ladebalken, sobald man in einen anderen Bereich der Nachbarschaft geht, also z.b. in einen anderen Straßenzug, erwartet man.
Aber keinen Ladebalken, wenn man nur ins Nachbarhaus möchte.
Jeder Haushalt wird individuell geladen wenn man ihn besucht und das nervt ziemlich.

Der größte Minuspunkt an dem Spiel ist der Spielumfang.
Hat man sich erst einmal an den Emotionen und Launen sattgesehen, wird es relativ schnell langweilig, da die Abwechslung fehlt.

Wenn man im Grundspiel zur Arbeit geht, dann verschwindet der Sim einfach vor dem Haus und taucht nach Feierabend wieder auf.
Man kann in keinster Weise, wie noch in Sims 3, das Arbeitstempo, oder kleine Dinge wie „ hart arbeiten“, „langsam arbeiten“ oder „ mit Kollegen abhängen“ einstellen.
Der Sim steigt auch nicht ins Auto, denn es gibt noch keine benutzbaren Autos.

Die Sims 4 ist so sehr abgespeckt und auf ein Minimum an Inhalt reduziert worden, dass es schon sehr sehr knapp an einer Unzumutbarkeit vorbeischrammt.

Viele Dinge, welche früher im Basisspiel von Sims 3 zu finden waren, werden nun per Addon nachgeliefert, für einen stolzen Preis von 40 Euro.

Nun ist das erste Addon „ An die Arbeit“ herausgekommen, welches ich vielleicht auch noch testen werde.

Es wird versucht jeden kleinen Inhalt gegen ziemlich viel Geld zu verkaufen.
Die Sims, war was das angeht noch nie ein Kind von Traurigkeit. Man erinnere sich nur an Kleidungsupdates für 20 Euro, welche dann ein paar wenige Kleider enthielten und 1-2 Möbel.

Inzwischen ist das Hauptspiel zwar für „nur“ noch 50 Euro zu haben, die 60 Euro beim Erscheinen waren schon ziemlich frech für den Umfang, aber die Addons, schlagen eben auch mit 40 Euro pro Stück zu buche.

Man muss bei die Sims 4 davon ausgehen, dass es erheblich mehr Addons geben wird, als noch bei Die Sims 3, daher wird dieses Spiel ein wahres Groschengrab werden.

Ein Preis von 40 Euro für das Hauptspiel und 20 Euro je Addon, wäre meiner Meinung nach deutlich angemessener gewesen.

Wie eingangs gesagt – das Spiel hat ein sehr großes Potenzial und es wird auch sehr viel Spaß machen und sehr viel Abwechslung bieten, wenn erst einmal noch 2 bis 3 weitere Addons erschienen sind, aber dann hat man für den Spielspaß bereits zwischen 180 und 220 Euro abgedrückt und das ist deutlich zu viel.

Im Fazit bleibt zu sagen: Spiel hui, Preispolitik pfui.

 

Hier könnt ihr Die Sims 4 kaufen:

Die Sims 4

Die Sims 4 – An die Arbeit – Erweiterungspack – [PC]

 

Und hier das Let´s Play vom Grundspiel + Outdoor Aktivitäten:

Es handelt sich hierbei um eine Playlist, ihr könnt also bei Bedarf das ganze Let´s Play am Stück ansehen, oder zu den einzelnen Folgen springen.

In den ersten 3 Folgen zeige ich ein wenig vom Hauptspiel, in den weiteren 3 Folgen das Outdoorleben.

Insgesamt umfasst diese Playlist also 6 Folgen. Das sollte ausreichen um einen Eindruck von dem Spiel zu bekommen.