Chris de Burgh

featuring Nigel Hopkins

 

09.07.2016 – Bruchsal Schlossgarten

 

Heute besuchte ich das Konzert eines Musikers, der mich vor allem in meiner Kindheit oft begleitet hat und dem ich mich von Anfang an nicht entziehen konnte – Chris de Burgh.

Das mag vor allem daran gelegen haben, dass ich mich angeschnallt auf dem Rücksitz im fahrenden Auto meiner Eltern befunden hatte,

Und wie es mit Musik, die man in der Kindheit immer und immer wieder hört oftmals so ist – man übernimmt sie ins Erwachsenenleben und findet Geschmack daran.

So wuchs ich also auf mit “ Waiting for the Hurricaine “ und „Broken Wings „.

Ich glaube in dieser Zeit, war dies die meistgehörte Musik im Auto meiner Eltern. Vielleicht abgesehen von Bony M. und Abba.

So hat mir Chris de Burgh manchen Ohrwurm verpasst, den ich auch heute noch ab und an vor mich hinsumme oder so falsch nachsinge, wie ich es eben als Kind verstanden habe.

Kennen wir das nicht alle ?

Man hört als Kind ein Lied und singt eben nach was man versteht und nicht das was wirklich gesungen wird.

Im Alter weiß man es dann zwar besser, aber wenn man alleine ist, singt man noch immer den alten, falschen Text. Einfach weil es sich gut anfühlt.

 

Im Schlossgarten des Schlosses von Bruchsal war eine Bühne aufgebaut, auf der ein Klavier ein Keyboard, eine Gitarre, zahlreiche Scheinwerfer und Lichteffektmachdingensgelötezeugs platziert wurden.

Endlose Stuhlreihen, eingeteilt in 5 Blöcke verschiedener Preiskategorien, wurden vor der Bühne aufgebaut.

Auf ihnen dürften ca. 3000 Menschen Platz gefunden haben, da sich in jeder Reihe 30 Plätze befanden, also 60 pro Doppelreihe und es mindestens 50 Doppelreihen gabt.

Während es Konzertes, waren diese zu ca. 80-90 % ausgelastet.

 

Als ich mir meine Karte und den Fotopass abholte, hielt ich noch einen kleinen Plausch mit dem Chef der Security, der mir erzählte wie der Hase läuft.

Bilder bei den ersten 3 Liedern, kein Blitz und dann Kamera einpacken. Also alles wie immer.

Selbstverständlich hielt ich mich an die Regeln, musste dann aber doch ein klein wenig lachen, als ich sah wie viele Menschen während des Konzertes mit ihren Kleinbildkameras und Smartphones Bilder schossen und mitfilmten.

Nach dem Konzert unterhielt ich mich noch einmal mit dem Security Chef darüber und er meinte, dass man das mit den Smartphones nicht unterbinden kann. Manche Veranstalter, würden es sogar erlauben, da sie darin kostenlose Werbung sähen und die Smartphones keine so guten Bilder machen würden wie eine Profikamera.

Da hat er Recht. Bedingt.

Ein Smartphone macht sicherlich keine so guten Bilder wie eine Profikamera, aber je nach Smartphone, können es schon sehr gute Bilder werden.

Ich finde es aber gut, dass die Security da nicht eingegriffen hat.

Die Zuschauer wollten schließlich gerne eine Erinnerung mitnehmen und so knipsten sie eben ein wenig oder nahmen auch mal ein Lied in begrenzter Qualität auf.

 

Die Security hat mir im Allgemeinen sehr gut gefallen bei diesem Konzert.

Sie waren immer freundlich und wussten genau wann sie eingreifen müssen und wann nicht.

Vor allem als „Lady in Red“ gespielt wurde, gab es für die meisten Zuschauer kein Halten mehr.

Sie rannten zur Bühne und tanzten davor.

Eine Gruppe Ladys mittleren Alters in roten T-Shirts auf deren Rücken “ Ladys in Red “ stand, rannten kreischend in die Menge und versuchten im Takt mit den Händen zu winken.

Enthemmte Frauen – immer eine Reise wert.

 

Als dann auch noch Chris de Burgh von der Bühne hinab stieg und singend durch die Reihen ging, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt.

Von zwei Sicherheitskräften eskortiert, kam er 2 Meter an mir vorbei und ich dachte mir:“ Der ist aber klein.“

Trotzdem hatte er eine unglaubliche Präsenz.

Es ist immer wieder der Wahnsinn, einen Menschen leibhaftig vor sich zu sehen, den man ansonsten nur aus dem Fernseher kennt.

Da steht Chris de Burgh 2 Meter entfernt von mir und singt “ Lady in Red “ – Hammer.

Wäre ich nicht im Dienst gewesen, hätte ich mich neben ihn gestellt und ein Selfie mit meiner Kamera gemacht.

Aber das geht eben schlecht, wenn man als offizieller Fotograf und nicht als enthemmter Fan anwesend ist.

Dann muss man sich an Regeln halten.

Egal. Dafür habe ich tolle Bilder gemacht.

 

Das Konzert dauerte insgesamt zweieinhalb Stunden. Ohne Pause.

Respekt Chris de Burgh.

Er trat zusammen mit Nigel Hopkins auf, der ihn am Keyboard und dem Klavier begleitete, den ich aber zugegebenermaßen nicht kannte.

Ich fand, dass manche Lieber nicht so ganz zu dem passten, was Mr. Hopkins auf dem Klaviatur zusammenklimperte,

Aber ich muss auch sagen, bei den meisten Liedern, spielte er gut.

 

Chris arbeitete toll mit dem Publikum zusammen, begrüßte Bruchsal am Anfang, redete dann ein wenig über Spargel und Bier, was zur Folge hatte, dass ihm Zuschauer zweimal während des Konzertes ein Bier auf die Bühne reichten.

Während er das Erste noch an seinen Keyboarder weitergab, hatte sich dieser beim zweiten Mal eine Auszeit genommen, so dass Chris nicht umhin kam, selbst einige Schlucke zu nehmen.

Von alten, bis zu neuen Liedern, war an diesem Abend alles dabei.

Selbstverständlich haben mir die Klassiker aus meiner Kindheit am Besten gefallen, wie z.b. “ Waiting for the Hurricaine “ oder “ Spaceman came travelling “

Als Zugabe spielte er am Ende unter anderem noch “ High on Emotion „.

Da seit “ Lady in Red “ eh keiner mehr auf seinem Stuhl saß, sangen und tanzten die Zuschauer mit und Chris gab auf der Bühne alles.

Respekt, mit wie viel Energie dieser Mann mit seinen mittlerweile 67 Jahren noch auf der Bühne herumspringt.

Auch seine Stimme klingt noch immer wie Anfang der 80er und hat nichts von ihrer Kraft und Intensität verloren.

 

Chris de Burgh hat mich auch an diesem Abend wieder in seinen Bann gezogen.

Von Lied zu Lied mehr.

Für mich, hat er sehr viel Ruhe, Kraft und Energie ausgestrahlt.

Seine Lieder waren sanft, dennoch kraftvoll und es steckten viele Emotionen in ihnen.

Man merkte, dass er mit Leidenschaft komponiert und sich etwas bei seinen Liedern denkt.

 

Die Zuschauer waren überwiegend jenseits der 40, aber auch ein paar jüngere Semester hatten sich auf das Konzert verirrt.

Es war schön zu sehen, dass Chris de Burgh mit seiner Musik auch durchaus noch junge Menschen erreichen kann.

Auch wenn er mit den Fans, die ihm in den 70ern und 80ern verfallen sind wohl noch bis an sein Lebensende Stadien füllen könnte.

 

Ich hoffe, dass er noch lange gesund bleibt, Lieder schreibt und immer mal wieder in Deutschland vorbei schaut.

Irland ist ja nicht aus der Welt.

 

Am Ende bleibt mir nur zu sagen, dass es ein tolles Konzert war.

Die Zuschauer hatten ihren Spaß, sangen, tanzten und ich denke dass an diesem Abend die meisten von ihnen sehr zufrieden in die Federn gesunken sind.

Manch einer vielleicht sogar High on Emotions.

 

Chris de Burgh könnt ihr unter anderem immer mal wieder in meiner Radiosendung “ Teeger Time “ beim Querfunk auf 104,8 MHz oder im Internet als Livestream auf www.querfunk.de hören.

An jedem 2. Freitag im Monat von 13-14 Uhr und an jedem 4. Freitag im Monat von 14-16 Uhr.

 

Die kommenden Tourdaten von Chris de Burgh, könnt ihr unter anderem auf seiner Homepage finden: http://cdeb.com/tour/

Sollte es ein Konzert in eurer Nähe geben, dann geht hin. Es lohnt sich.

Natürlich nur, wenn ihr die Musik von Chris de Burgh mögt.

 

Und hier auch noch die Website des Veranstalters Povinztour: http://www.provinztour.com/

 

Nun kommen wir endlich zu den Bildern des Konzertes.( Also der ersten drei Lieder 😉 )

Viel Spaß